Mobility nach Maß – auf eine individuelle Strategie kommt es an

Mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets werden nicht nur im privaten Bereich immer beliebter, sondern finden auch verstärkt Einzug in die Unternehmen. Bereits heute gehen Analysten davon aus, dass ein Drittel der weltweiten Arbeitskräfte mobil arbeiten. Das Thema Mobility bringt deshalb auch dieses Jahr die Köpfe der IT-Verantwortlichen zum Rauchen.
Viele Beschäftigte greifen bereits jetzt von unterwegs auf die Unternehmens-IT zu. Und die Tendenz steigt, je mehr Vertreter der Generation „Millennials“ Einzug in die Unternehmen halten. Sie fordern die Verfügbarkeit aller benötigten Daten und vor allem Anwendungen immer und überall. Während in der Vergangenheit häufig nur E-Mails gelesen und Kalender konsultiert wurden, steigt mit zunehmender Verbreitung von Tablets, dank größerer Displays, der Wunsch, auch Dokumente mobil zu bearbeiten und Remote-Zugriff auf Unternehmensanwendungen zu erlangen.

Herausforderung: Consumerization

Diese App-Landschaft wird in Unternehmen zunehmend komplexer, insbesondere auf Grund der vielfältigen Wünsche der Beschäftigten, die im beruflichen Umfeld von den gleichen praktischen Tools profitieren wollen, die sich im privaten Alltag längst bewährt haben. Laut einer Citrix-Studie nutzen in den führenden Industrienationen schon jetzt 29 Prozent der Mitarbeiter ihre privaten mobilen Apps für berufliche Zwecke, darunter neben firmeninternen Plattformen auch Messenger-Services und Filesharing-Dienste. Rund 42 Prozent der IT-Verantwortlichen gehen davon aus, in ihrem Unternehmen bald mehr als 100 verschiedene Apps verwalten zu müssen.

Doch die Mitarbeiter haben nicht nur immer mehr Einfluss auf die Auswahl der Anwendungen. Im Zuge des anhaltenden Trends der Consumerization der IT wählen sie oft auch ihre Endgeräte selbst aus, nutzen private Devices für berufliche Zwecke, und bringen so verschiedene Betriebssysteme in das Unternehmen. Und diese müssen unter einen Hut gebracht werden. Ein Nebeneinander unterschiedlicher Systeme wird von der Ausnahme immer mehr zur Regel. Das hat zur Folge, das zahlreiche Windows-Umgebungen im Firmeneinsatz möglichst nahtlos für jede Form von mobilen Endgeräten und Betriebssystemen adaptiert werden müssen – und das, ohne die Sicherheitsbedenken dabei aus den Augen zu verlieren.

Was zählt, ist ein ganzheitliches Enterprise Mobility Management

Diese Entwicklungen unterstreichen einmal mehr die Notwendigkeit, sich auf die Konzeption einer ausgereiften Enterprise-Mobility-Strategie zu konzentrieren. Reines Mobile Device Management wird zukünftig nicht mehr ausreichen, weshalb auch Virtualisierung und Cloud Computing als zentrale Themen die Diskussionen weiterhin beherrschen werden. Denn sie ermöglichen den IT-Verantwortlichen letztlich, die Kontrolle über die rasant wachsende Anzahl mobiler Anwender, Endgeräte und der darauf gespeicherten Apps und Programme zu behalten, denn wird die gesamte Arbeitsumgebung über das Netzwerk bereitgestellt wird, sind auf dem Gerät selbst keinerlei Daten oder Dokumente mehr gespeichert. Im Rechenzentrum sind sie sicher aufgehoben. Im Ernstfall kann die IT-Abteilung den Zugang zu den Daten jederzeit, auch bei Diebstahl oder Verlust, sperren oder löschen.

Welche Lösung die richtige ist, hängt stark von den individuellen Bedürfnissen der Unternehmen ab. Nicht jeder Ansatz eignet sich für jedes Szenario gleich gut: Virtualisierung kann eine Ergänzung oder aber ein Vorläufer von Cloud Computing-Bestrebungen sein. Mehr noch als in der Vergangenheit werden künftig also individualisierte Lösungen gefragt sein. Alles in allem steht die IT also vor allem vor einer zentralen Aufgabe: die ganzheitliche Betrachtung des Themas Enterprise Mobility Management. Denn mit den richtigen Tools und individuellen Lösungen verliert die Geräte- und Anwendungsvielfalt auch für die IT schnell ihren Schrecken und die Vorteile dieser Entwicklungen werden deutlich: Denn die Wahlfreiheit bei Endgeräten und Anwendungen ist für Unternehmen nicht nur ein wichtiger Wettbewerbsfaktor, sondern immer häufiger auch ein Maßstab für die Zufriedenheit und Motivation der eigenen Mitarbeiter.