Mobile Unternehmenslösungen

Leben, Arbeiten, Kommunizieren und Konsumieren unabhängig von Ort und Zeit: Ein Trend, der schon vor Jahren Einzug in unsere Gesellschaft gehalten hat und diese auch weiterhin maßgeblich prägen und verändern wird. Kaum eine Technologie verbreitete sich so schnell über alle Erdteile wie mobiles Internet. So hat sich der weltweite mobile Datentransfer im vergangenen Jahr zum dritten Mal in Folge verdreifacht.

Mobiles E-Mail hat schon vor Jahren begonnen, den Arbeitsalltag nachhaltig zu verändern und ist inzwischen nicht mehr wegzudenken. Touch-Screen-Smartphones, welche im privaten Umfeld längst ein Massenprodukt darstellen, setzen sich zunehmend auch im Unternehmensumfeld durch und das geschäftliche Potential von Tablet PC's wird spätestens seit der Einführung von iPad und diversen Android Tablets immer deutlicher. Durch die immer größere Präsenz dieser Endgeräte, werden nach dem Kalender und der E-Mail Funktion immer mehr Prozesse die Büroräumlichkeiten verlassen und von den Verantwortlichen zu jeder Zeit von jedem Ort aus erledigt werden.

Während mobile Geschäftsprozesse in der Vergangenheit fast ausschließlich das Topmanagement betrafen, rechnen Analysten von IDC im Jahr 2013 bereits mit rund 1,2 Milliarden mobilen Arbeitsplätzen weltweit, was in etwa einem Drittel der Beschäftigten entspricht. In einem immer dynamischer werdenden Unternehmensumfeld, in dem der Druck der globalisierten Konkurrenz immer stärker wird und in dem Zeit zu den knappsten Ressourcen gehört, eröffnen mobile Geschäftsprozesse Unternehmen ganz neue Möglichkeiten: Kürzere Antwortzeiten, aktuellere Informationen, höhere Flexibilität – und somit klare Wettbewerbsvorteile und einen besseren Dienst am Kunden.

Klarerweise kann die Mobilisierung der bestehenden Geschäftsprozesse nicht von einem Tag auf den Anderen erfolgen. Die Befürchtungen der Verantwortlichen vor allem in Bezug auf die Sicherheit von sensiblen Unternehmensdaten, sowie unvorhersehbare Kostentreiber sind durchaus nachvollziehbar.

Um eine erfolgreiche Implementierung der Mobilitätsstrategie zu gewährleisten und nachhaltig von der Mobilisierung der eigenen Geschäftsprozesse zu profitieren, sollten Unternehmen daher ganz speziell auf folgende fünf Faktoren achten:

  • 1. Flexibilität trotz Planung: In einer derart schnelllebigen Sparte, in der ständig neue Endgeräte und Lösungen auf den Markt kommen, die es unmöglich machen immer auf dem neuesten Stand zu sein, ist eine sorgfältige Planung unerlässlich. Die Mobilitätsstrategie ist als Teil der IT-Strategie zu verstehen und sollte als solche über kurz- und mittelfristige Notwendigkeiten hinausgehen. Nur so lässt sich auch langfristig ein klarer Wettbewerbsvorteil generieren. Sinnvoll ist es, mit einer modularen Plattform zu starten, die auf offenen Standards basiert und von dort aus Schritt für Schritt voran zu gehen. Das erleichtert auch später die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Netzwerken, Geräten und Anwendungen.
  • 2. Prozesse mobil machen: Durch den Faktor Mobilität verändern sich gewohnte Abläufe und Geschäftsprozesse müssen neu konzipiert werden. Ein Aufwand, der sich jedenfalls lohnt, da automatisierte Prozesse ab dem ersten Tag die Produktivität bei gleichzeitiger Kostensenkung erhöhen.
  • 3. Gerätemanagement: Die Plattformen von Apple (iOS) und Google (Android) verfügen im Gegensatz zu Blackberry über keine zentrale Administration. In den Gesprächen mit CIO‘s lautet die erste Frage daher regelmäßig, wie die nahtlose Integration dieser Geräte in die bestehende Infrastruktur sichergestellt werden kann. Die Antwort auf diese Frage ist ein plattformunabhängiges System für mobiles Gerätemanagement, welches die Kontrolle von mobilen Daten und Anwendungen, egal welcher Geräte, sowie deren Sicherheit gewährleistet. Einfache Verwaltung, unabhängig von Gerät oder Standort, ist hier entscheidend. Bei der beruflichen Verwendung privater Smartphones und Tablets ist zusätzlich eine Vereinbarung mit den Mitarbeitern zu treffen, die den zulässigen Gebrauch regelt. In der Folge können diese jedoch ebenso zuverlässig wie firmeneigene Geräte in das mobile Gerätemanagement integriert werden.
  • 4. Sicherheit: Oberste Priorität muss hier der Schutz von Kunden- und Unternehmensdaten haben. Die Authentifizierung von Benutzern, die Verschlüsselung von Daten, automatische Backups sowie die Überwachung von Datenbewegungen sind weitere Faktoren, die für eine reibungslose Implementierung der Mobilitätsstrategie unerlässlich sind.
  • 5. Anbieter: Anbieter für mobile Unternehmenslösungen kommen und gehen. Wer das Risiko für das eigene Unternehmen minimieren will, entscheidet sich für einen Anbieter mit strategischer Perspektive.

Mit der Übernehme des Mobilitätsspezialisten Sybase hat SAP die richtigen Weichen gestellt und bietet Lösungen für die genannten Herausforderungen. Beide Unternehmen sind in ihren Bereichen seit vielen Jahren führend, was dem Kunden Investitionssicherheit garantiert.

Die vergangenen 20 Jahre waren geprägt von kleineren und größeren technologischen Wellen. Nach dem Internet sind mobile Lösungen nun im Begriff, die nächste Revolution im Geschäftsalltag herbeizuführen.

Innovative Unternehmen haben daher in naher Zukunft die Chance, sich durch die Implementierung einer mobilen Strategie von der Konkurrenz abzuheben. Allerdings steht auf lange Sicht gesehen die Relevanz von mobilen Unternehmenslösungen für österreichische Betriebe außer Zweifel. Nur wer zukünftig mobil ist, denkt und agiert wird auf die steigenden Anforderungen des Marktes in Bezug auf Geschwindigkeit und Flexibilität vorbereitet sein.