Jetzt geht die UEM-Post ab

Die Entwicklung hin zu UEM war absehbar. Seit über zwei Dekaden werden Arbeitsplätze mit klassischen Client Lifecycle Management Lösungen verwaltet. Der Siegeszug der mobilen Endgeräte brachte mit den Enterprise Mobility Management Lösungen (EMM) in den vergangenen sechs Jahren aber einen komplett neuen Markt. Denn mobile Endgeräte haben völlig andere Management-Schnittstellen als klassische Arbeitsplätze und konnten bzw. können daher von den meisten Client Management Lösungen nicht verwaltet werden. Also führten viele Unternehmen mit eigenen EMM-Lösungen parallele Management-Tools ein. Aber: Mit zwei technologischen Plattformen zu arbeiten, ist aufwändig, überaus komplex und bietet nicht die für die Steuerung notwendige Transparenz.

Zudem lassen sich spätestens mit 2in1-Geräten wie dem MS Surface Pro klassische und mobile Arbeitsplätze nicht mehr so eindeutig auseinanderhalten wie bisher. Und nicht zuletzt brachte auch die Einführung von Windows 10 eine neue Dynamik in diesen Bereich. Denn Windows 10 ist mit einer hohen Anzahl von neuen Gerätemanagement-Schnittstellen ausgestattet. Allerdings lassen sich etliche Funktionen nur über EMM-Schnittstellen managen, und sind für traditionelle CLM-Lösungen und Schnittstellen nicht verfügbar. Beispiele dafür sind etwa das Pushen von E-Mails, Wi-Fi und VPN-Konfigurationen inklusive Zertifikaten oder die Möglichkeiten zur Geräteeinschränkung, um die Cortana Sprachsteuerung zu de-aktiveren. Die Geschwindigkeit, mit der neue mobile und 2in1 Endgeräte auf den Markt kommen und den Mitarbeitern als Arbeitsgerät zur Verfügung stehen, sorgt darüber hinaus für kontinuierlichen Anpassungsdruck in den IT-Abteilungen.

Unified Endpoint Management ist die Lösung für diese Herausforderung. Es vereint CLM und EMM und ermöglicht die Verwaltung sämtlicher Geräte vom iPhone bis zum Windows Desktop inklusive der 2:1 Devices in einer zentralen Konsole. Es vereinfacht das Leben der Administratoren, indem UEM selbstständig entscheidet, ob EMM oder CLM Schnittstellen im Hintergrund zur Umsetzung der Richtlinien genutzt werden. Unified Endpoint Management reduziert die Kosten durch die Konsolidierung von zwei auf ein Management-Tool. Verschiedene UEM-Angebote sind bereits am Markt, allerdings kommt es auf die Funktionstiefe der Lösungen an. IT-Manager, die sich für eine UEM-Lösung interessieren, sollten daher ganz besonders auf die Details im Funktionsumfang des ins Auge gefassten Produkts achten. In jedem Fall ist ein umfangreicher Support von EMM- und CLM Schnittstellen unverzichtbar.

Nicht jeder UEM-Anbieter bietet wichtige CLM-Funktionen wie das Patch Management von Windows Updates oder Anwendungen wie Office 365 und Adobe Flash Player, geschweige denn Möglichkeiten zur Paketierung von Classic Windows Anwendungen. Außerdem sollte die UEM Lösung einen einfachen Weg zur Integration in eine bestehende IT Service Management Umgebung ermöglichen. Somit können Unternehmen über zentralisiertes Asset Management und optimiertes Vertrags- und Lizenzmanagement Kosten reduzieren und Service Desk Abläufe beschleunigen. Nur UEM-Lösungen, die diese Kriterien erfüllen, bringen den gewünschten Effekt höherer Transparenz und geringerer Komplexität.