IT sucht Image: Vom lästigen Kostenfaktor zum visionären Möglichmacher

IT wird immer mehr zum Innovations-Motor. Stand vor drei Jahren noch die Kostenreduktion im Mittelpunkt, verlagert sich jetzt der Fokus dank dem einsetzenden Wirtschaftswachstum und der Technologieaffinität der Bevölkerung auf andere Themen. Zwar hält der Kostendruck nach wie vor an. Nichts desto trotz kommt dem Bereich „Business-Enablement“ immer größere Aufmerksamkeit zu. Enterprise Analytics, Social Computing und erhöhte Useability sind gute Beispiele dafür.

•    Mit Enterprise Analytics bietet sich Unternehmen eine Technologie an, die einen nachhaltigen Wertbeitrag zum Geschäftserfolg leisten kann. Durch flexibel abrufbare Rechenleistungen können Datenmengen in bislang ungeahnten Mengen verarbeitet werden. Intelligente Analyse-Algorithmen ermöglichen die Gewinnung von geschäftsrelevanten Erkenntnissen und Prognosen,  z.B. hinsichtlich des zukünftigen Kundenverhaltens. Durch die Einbindung dieser Erkenntnisse in die Geschäftsprozesse kann die IT zu einem entscheidenden Differentiator am Markt werden.

•    Social Platforms werden sich als Quelle von Kundendaten und Mittel zur Kundeninteraktion weiter etablieren. Mit zunehmender Öffnung der bestehenden Social Networks (Facebook, Twitter etc.) können Unternehmen die Beziehungen zu ihren Kunden plattformübergreifend vertiefen. Gleichzeitig kann über diese Plattformen auch das bekannte Problem des mangelhaften Know-how-Transfers innerhalb von Unternehmen adressiert werden. Um hier sinnvolle Lösungen bereit zu stellen, ist eine genaue Kenntnis der vorherrschenden Unternehmenskultur nötig – alleine, um jene Werkzeuge auszuwählen, die von den Anwendern auch freiwillig statt per Verordnung genutzt werden.

•    Die „User Experience“ rückt bei dem Design und der Auswahl von IT Lösungen immer stärker in den Vordergrund. Anwender (Kunden und Mitarbeiter) sollen eine durchgängige Interaktion mit dem Unternehmen erleben können, unabhängig von den zugrunde liegenden Prozessen, Systemen und Geräten.  Dies ist einerseits durch  die großenFortschritte bei den End-User-Geräten (z.B. Smartphones, Tablet PCs) getrieben.  Andererseits steht den Unternehmen mit den Millennials (Geburtenjahrgänge 1977-1997) eine neue Generation gegenüber, welche die „coole“ Technologie, die sie privat nutzen, auch von ihrem Arbeitgeber und Dienstleistern erwartet. Zudem eröffnen sich benutzerfreundlichen Applikationen neue Anwendergruppen, die bisher durch technische Hürden ausgeschlossen waren („e-inclusion“).

Die IT befindet sich also im Zielkonflikt: Der Kostendruck hält nach wie vor an, angesichts der aktuellen technologischen Möglichkeiten erwarten die Fachseite und die Konsumenten jedoch mehr denn je innovative Lösungen von der IT. Diese sollen insbesondere in Sachen Usability und Mobilität den Tools und Gadgets der Privatanwender in nichts nachstehen.
Um die von der IT geforderte Innovationskraft umzusetzen, muss das Business die notwendigen Innovationsbudgets einplanen, freigeben und die entsprechenden Anforderungen im Dialog mit der IT priorisieren.

Die IT muss ihrerseits in der Lage sein, dem Business den Wertbeitrag neuer Technologien aufzuzeigen und darüber hinaus die neuen Lösungen effektiv in die bestehende IT Landschaft zu integrieren sowie diese sinnvoll weiterzuentwickeln. Somit steht eine enge Abstimmung zwischen IT und Business weiterhin im Fokus, wobei sich beide Seiten gegenseitig sowohl Vertrauen in die jeweilige Expertise als auch Verständnis für die jeweiligen Chancen und Herausforderungen entgegenbringen müssen. Für die nahe Zukunft erwartet Accenture einen Wandel im Umgang mit neuer Technologie in Unternehmen, der die heutigen Strukturen und Prozesse an ihre Limits bringen und die Enterprise Architecture zum zentralen Element der Weiterentwicklung der IT machen wird.