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Das Internet ist bewiesenermaßen ein Wirtschaftsmotor für Österreich! Um Wachstumseffekte zu erhalten, müssen Hausaufgaben erledigt werden.

Das Internet ist mittlerweile zu einem unerlässlichen  Bestandteil unseres Lebens geworden, eine Selbstverständlichkeit, die niemand mehr in Frage stellt. Welch zentrale Bedeutung die Internetnutzung mittlerweile für die Wirtschaft in Österreich hat, verdeutlicht eine Studie, die das Institut für Höhere Studien (IHS), jüngst ausgearbeitet hat. Sie zeigt, dass das Internet die Wertschöpfung erhöht, Beschäftigungszuwächse schafft, inflationsdämpfend wirkt, die Konsumentenpreise positiv beeinflusst und den Außenhandel ankurbelt. Kurz: das Internet ist ein echter Wachstumsmotor für Österreich. Was aber nun tun mit diesen Ergebnissen?

Internetfitness aller Österreicherinnen und Österreicher erhöhen
Um die volkswirtschaftlichen Vorteile der Internetnutzung weiterhin sicherzustellen, muss zunächst der Zugang aller Alters- und Bildungsgruppen zum Internet gewährleistet werden. Längst sind noch nicht alle Österreicherinnen und Österreicher „internetfit“ und können daher die Informations- und Wissenspotenziale des Internets nicht voll ausschöpfen. Auch „Media-Literacy“ und damit die sichere Internetnutzung hat noch nicht ausreichend Einzug in alle Bildungsprogramme von jung bis alt gefunden. Das muss schleunigst geändert werden.

Internetwirtschaft bei zukunftsorientierten Strategien mitberücksichtigen
Jene Unternehmen der österreichischen Wirtschaft, die den Internetzugang beziehungsweise Inhalte und Services bereitstellen, leisten einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der österreichischen Volkswirtschaft. Internetinfrastruktur als Basis der Nutzung sollte daher wirtschaftspolitisch ähnlich fokussiert behandelt werden wie Infrastruktur im Bereich von Straße oder Schiene. Eine stärkere Berücksichtigung des Internets als Wachstumsmotor bei allen gesetzlichen Vorhaben und Infrastrukturprojekten ist überfällig.

Faire Rahmenbedingungen für alternative Anbieter schaffen und erhalten
Staatliches Engagement in diesem Bereich muss allerdings allen Marktteilnehmern zugutekommen. Dementsprechend müssen die gesetzlichen und regulatorischen Rahmen-bedingungen für den vielfach geforderten Breitbandausbau und die Investitionen in Netze der nächsten Generation (Stichwort NGN Ausbau und „virtuelle Entbündelung“) unbedingt auch jene berücksichtigen, die vielfach erst eine flächendeckende Internetversorgung ermöglichen: kleine, alternative Anbieter. Alle Anbieter sollen faire Wettbewerbsbedingungen, das heißt unter anderem einen diskriminierungsfreien und fairen Zugang zu einem praktikablen Entbündelungsprodukt, vorfinden, damit innovative Breitbandangebote überhaupt entwickelt werden können.

Nur Anbietervielfalt sichert nachhaltig die positiven Effekte der Internetnutzung
Fairer Wettbewerb ist kein Selbstzweck. Die Studie führt klar aus, dass die regulatorischen Bestimmungen einerseits für einen Wettbewerb im Endkundenmarkt und damit einhergehende niedrige Preise sorgen müssen andererseits auch die Vielfalt an Anbietern gewährleistet sein muss. Nur dies kann langfristig Re-Monopolisierungstendenzen entgegenwirken. Denn erst die Vielfalt an Anbietern gewährleistet, dass die positiven Wirkungen der Internetnutzung volle Wirkung entfalten und damit das Internet in Österreich auch in Zukunft einen wesentlichen Beitrag zu Wachstum und Wohlstand leistet.

Info: Eine Kurzfassung der Studie finden Sie auf der ISPA Website:
http://www.ispa.at/service/studien/