Ergebnisse der ÖCI-Panels 2011

Die aktuelle Studie des Österreichischen Controller-Instituts  zeigt, dass Planung und Reporting, insbesondere deren Software-Unterstützung, die Unternehmen in höchstem Maße beschäftigen. In beiden Controlling-Kernprozessen wird massives Optimierungspotenzial in einer verbesserten IT-Unterstützung gesehen.

* Entwicklungen in Planung und Reporting
Die Einführung bzw. Optimierung der IT-Unterstützung ist das Top-Thema in der Optimierung der – nach wie vor primär excel-basierten – Planung. Mehr als die Hälfte (53%) der Unternehmen planen, Planungswerkzeuge einzuführen bzw. zu optimieren. Danach folgen Bestrebungen den Planungszeitraum verkürzen (33%) und konkrete Top-down-Ziele vorzugeben (25%). Beides ermöglicht den Unternehmen sowohl den Planungsaufwand zu reduzieren als auch die Datenqualität zu verbessern. Eine Dezentralisierung der Planung streben 20% an, um an Flexibilität zu gewinnen. 22% streben an, detaillierter zu planen, dieses Ziel ist auf seine Kosten-Nutzen-Relation und Konflikte zu anderen Optimierungszielen zu hinterfragen. Die Umsetzung sämtlicher angestrebter Verbesserungen ist mit excel-basierten Planungswerkzeugen kaum möglich und belegt technischen Handlungsbedarf im Planungsprozess.

Im Reporting sind die Veränderungswünsche betreffend Software-Unterstützung noch massiver (58%). Software-Tools müssen in der Lage sein, besonders dem Enduser Unterstützung zu bieten: 48% der Unternehmen möchten die optische Aufbereitung der Reports verbessern, jeweils 38% die Kommentierung intensivieren bzw. verstärkt nicht-monetäre Kennzahlen in das Reporting aufnehmen. Die Beschleunigung im Reporting ist offensichtlich weitgehend realisiert, nur 19% streben an, das Berichtsdatum vorzuverlegen. Interessant ist weiters festzustellen, dass das Management sukzessive selbst auf Informationen und Reports zugreift (37%).

* Auswahl des richtigen Business-Intelligence-Tools
Um rasch und mit vertretbarem Ressourceneinsatz die für die spezifische Problemsituation bestgeeignete Software auszuwählen, hat sich folgende Vorgehensweise als nützlich erwiesen:

•    Softwareanforderungen mittelfristig definieren: aktuell ist z.B. nur eine Reportingoptimierung notwendig, später folgende Planungsanforderungen sind aber bereits in den geforderten Funktionen zu berücksichtigen

•    Auswahlprozess strukturiert durchführen: vom Marktscreening prinzipiell geeigneter Lösungen über das Pflichtenheft zur strukturierten Bewertung der Software-Lösungen

•    Personen betonen: eine Software-Implementierung ist noch immer “people business”, die Qualifikation des angebotenen Personals ist daher erfolgskritisch

•    „Total Cost of Ownership“ kalkulieren: neben Einmalkosten der Implementierung und sind laufende Folgekosten zu berücksichtigen

•    Projektzeitplan für Auswahl und Implementierung straffen

Häufig werden die Kosten einer Software-Auswahl durch einen neutralen Dritten in Relation zu den Lizenz- und Implementierungskosten überschätzt. Tatsächlich zeigt die Projekterfahrung eine Relation von 1:6 bis 1:10 zwischen Beratungskosten für die Softwareauswahl und Implementierungskosten.

Die vom 24.-25.04.2012 zum 7. Mal in Wien stattfindende ÖCI-BARC-Tagung ist ideal dazu geeignet, einen konzentrierten Überblick über etablierte Planungs- und Reportinglösungen zu gewinnen, inhaltliche Controlling-Themen mit Experten zu diskutieren sowie Hilfestellungen für die Auswahl von Business Intelligence-Lösungen zu erhalten (für Details s. www.oeci-barc-tagung.at).