Digital Workplace: Die drei größten Herausforderungen für IT-Verantwortliche

Bots halten zunehmend Einzug in unsere Arbeitswelt. Sie greifen auf künstliche Intelligenz und Machine Learning zurück, um Basisarbeiten automatisiert zu erledigen. 62 Prozent der Unternehmen geben an, dass sie in den nächsten zwei Jahren virtuelle Assistenten in ihren Organisationen etablieren möchten, 58 Prozent wollen in entsprechende Technologien investieren. Das sind zwei der wichtigsten Ergebnisse im aktuellen „Digital Workplace Report“ von Dimension Data, für den 800 Unternehmen aus sieben Branchen in 15 Ländern (sechs davon in Europa) befragt wurden.

Aufholbedarf bei Digital-Strategie

Aber sind Unternehmen schon bereit für die Zusammenarbeit von physisch arbeitenden MitarbeiterInnen mit virtuellen Kolleginnen und Kollegen wie etwa Chatbots oder anderen mit KI ausgestatteten Systemen? Die Antwort lautet: Nein, noch nicht. Denn 60 Prozent geben an, noch keine dezidierte Strategie für den Digital Workplace zu haben. Die restlichen befragen Unternehmen sind noch in einem frühen Stadium der Umsetzung.

Der Report zeigt aber deutlich, warum die Digitalisierung und Automatisierung des Arbeitsplatzes in Unternehmen rasch vorangetrieben werden sollte: 52 Prozent der Befragten führen an, dass sie mit den neuen Technologien die Zeit bis zur Marktreife von Produkten verkürzen konnten, 51 Prozent sehen eine Verbesserung im Recruiting von neuem Personal und 45 Prozent bemerken eine Qualitätssteigerung beim Kundenservice.

Die drei größten Herausforderungen für die IT

Die digitale Transformation des Arbeitsplatzes stellt vor allem IT-Verantwortliche vor große Herausforderungen. Als größtes Hemmnis wird immer noch die mangelnde oder zu komplexe IT-Infrastruktur im Unternehmen angesehen (62 Prozent der Nennungen). Der Report gibt Aufschluss über die drei größten Herausforderungen für IT-Abteilungen bei der Überwindung dieser Hürde:

  1. Teamarbeit mit Führungskräften und Line of Business-Verantwortlichen

Bei der Einführung flexibler Collaboration-Lösungen, die den IT-Sicherheits- und Compliance-Vorgaben entsprechen, sollten die IT-Abteilungen der Unternehmen eng mit dem Management und den Line of Business-Verantwortlichen zusammenarbeiten. Rund zwei Drittel der Befragten sehen vor allem CIO, CEO und CFO in der Verantwortung, das „Digital Leadership“ im Unternehmen zu übernehmen und die Implementierung der neuen Arbeitsplatztechnologien zu fördern. Nur so kann sichergestellt werden, dass die eingesetzten Technologien auch optimal mit den Geschäftsprozessen harmonieren.

  1. Starke Partner mit Know-how finden

Zwei Drittel der Unternehmen geben an, dass sie Unterstützung von externen Partnern benötigen, um Arbeitsplatztechnologien richtig zu planen, einzuführen und zu nutzen. Bei einem Drittel der Befragten spielen Drittanbieter eine zentrale Rolle in der Umsetzung. Unternehmen sind wegen der Komplexität moderner IT-Lösungen oftmals überfordert, daher macht sich Experten-Know-how von außen rasch bezahlt. Hier können externe IT-Dienstleister einen wertvollen Beitrag leisten.

  1. Unternehmenskultur für innovative Business-Lösungen öffnen

82 Prozent der Unternehmen erlauben ihren MitarbeiterInnen, Consumer-Anwendungen im Arbeitsalltag zu nutzen. Als Hauptgrund für den Verzicht auf Business-Anwendungen wird angeführt, dass die von der eigenen IT-Abteilung angebotene Infrastruktur inadäquat sei. Vor dem Hintergrund zunehmender Cyberattacken und wachsender Anforderungen beim Datenschutz sollten potenziell unsicherere Consumer-Lösungen durch adäquate Business-Applikationen ersetzt werden. Dem Report zufolge steigt auch auf Unternehmensseite wieder die Sensibilität für Lösungen, die größere Sicherheit bieten: Ein Viertel der Befragten möchte die bisher genutzten Informations- und Kommunikationstechnologien noch in diesem Jahr um sichere und innovativere Business-Tools wie „Workspace Analytics”, „Augmented Reality” und „Micro­Learning & ­Training” erweitern.