Daten – Treiber im Handel um den mobilen Konsumenten

Vor über 20 Jahren begann der Siegeszug des E-Commerce, durch den seitdem Käufe einfach via Internet abgewickelt werden. In letzter Zeit kamen mobile Möglichkeiten dazu. Bewegten sich die Menschen zuvor noch zwischen Ladengeschäft und Netz, um zu recherchieren, zu vergleichen und schließlich zu kaufen, bieten ihnen mobile Endgeräte und Anwendungen heute immer eine offene Tür.

Omni-Channel World: Geburt des „Empowered Consumer“
Von allen Entwicklungen, die den Handel bis jetzt beeinflussten, war die zum mündigen, stets und überall gut informierten und letztlich „mächtigen“ Kunden zweifellos eine der bedeutendsten. Wobei die „Macht“ vor allem darin liegt, dass ständige Vernetzung und die dauernde Verfügbarkeit von Informationen es Konsumenten erlauben, in Echtzeit Vergleichsangebote online und unkompliziert zu checken. Verkaufsabschlüsse per Smartphone und Tablet nehmen rasant zu – schon 46 Prozent der Verbraucher geben an, Produkte über Mobilgeräte zu erwerben. [1]

Im Wandel: Supply Chain und Mitarbeitertools
Wenn Kunden rund um die Uhr von verschiedenen Endgeräten und ortsunabhängig im Web einkaufen, erwarten sie auch komfortable, flexible Liefermodelle und Rückgabe-Optionen. Händler müssen heute sicherstellen, dem gewachsen zu sein. „Click & Collect“ ist eine Variante davon.

Eine weitere einschneidende Veränderung ist, neue Technologien in die Hände des Verkaufspersonals direkt im Geschäft zu geben. Visual Analytics liefert Mitarbeitern verständlich aufbereitetes Datenmaterial zu Lagerbeständen oder Rabatten, aber auch Informationen zu Gewohnheiten und Vorlieben der Kunden. Das Geschäft wird so zum Lieferanten von Echtzeit-Daten von Produkt- und Kundeninformationen.

Vorhandene Daten verstehen – die Königsdisziplin
Wie kann der Handel also das Potenzial aus den, von mobilen Kaufvorgängen gewonnen, Daten erhöhen und diese sinnvoll und effektiv nutzen? Besonders, wenn sie aus unterschiedlichen Quellen stammen: abgeschlossene Verkäufe, Kundenbindungsdaten, Social-Media-Aktivitäten, CRM oder Kundendienst-Anfragen sind nur einige davon. Viele dieser Daten sind unstrukturiert und oft schwer zu durchdringen.

Datenanalyse in den Händen des Fachanwenders
Hier kommt Visual Analytics ins Spiel, da sie den Nutzer in die Lage versetzt, alle möglichen Daten zu untersuchen, und zwar ohne Einschränkung durch mehr oder weniger passende vordefinierte Kriterien. Verkäufer, die über Tablet Zugang zu visualisierten Daten haben, können sich sofort einen kompletten Überblick über die Tages-Performance verschaffen und ihre wichtigsten Kennzahlen in Echtzeit im Blick behalten. Das Management kann interessante Einsichten darüber gewinnen, welche Präferenzen Kunden haben oder welche Produkte oft zusammen gekauft werden. Sogar erfolgreiche Kauf-Transaktionen und dafür zurückgelegte Wege des Personals lassen sich vergleichen, um die optimale Besetzung einer Abteilung mit Verkaufspersonal zu ermitteln – und so den besten Kundenservice zu ermöglichen.

Für Händler, die nicht nur Kundendaten sammeln, sondern sie analysieren und verstehen, zeigt sich ein neues, vollständiges Bild und grenzenlose Möglichkeiten.

Mehr zu diesem und vielen weiteren Themen rund um Datenvisualisierung auf den Qlik Top Events Ende September in Mainz:
Visualize Your World und UserGroup-Treffen.

[1] IMRG/Capgemini/Ayden/PWC (46% im Vergleich zu 40% im Vorjahr)