Converged Infrastructure: Das Ende der IT-Silos

Die Dynamik der digitalen Wirtschaft stellt IT-Abteilungen täglich vor neue Herausforderungen: die steigende Komplexität und geringere Flexibilität sowie die üblicherweise kostenintensive Verwaltung der eigenen IT-Landschaft wird für viele Unternehmen vor allem im Hinblick auf die Verwaltung der Rechenzentren zunehmend zur Belastung. Die „gewachsenen“ Infrastrukturen sind aufgrund ihres starren Korsetts oft schwierig zu managen und zu warten. Um dies zu bewerkstelligen, beschäftigen größere Betriebe eigene Teams von qualifizierten Fachkräften für die jeweils spezifischen Bereiche, etwa Server-, Storage- und Netzwerk-Spezialisten. Doch dergleichen hohe und kostspielige Standards, für diese Aufgaben und Abläufe über eigene Teams zu verfügen, sind eher die Ausnahme als die Regel.

Eine aussichtsreiche Antwort auf die aktuellen Anforderungen an Rechenzentren bietet Converged Infrastructure (CI) – intelligent konzipierte, maßgeschneiderte Hardware-Pakete. Der Vorteil innovativer CI-Lösungen liegt klar auf der Hand: Server-, Speicher- und Netzwerk-Komponenten sind gemeinsam mit der Anwendungssoftware in einem System integriert und bieten Anwendern damit quasi „ein Rechenzentrum aus der Box“. Dabei wird die konvergente IT-Landschaft mithilfe zentraler Management-Funktionen gesteuert, um Administratoren das Überwachen der Systeme wesentlich einfacher zu machen.

Unabdingbarer Baustein der Data Center-Verwaltung

Bei Converged Infrastructure handelt es sich somit nicht um ein trendiges Schlagwort, sondern um eine nachhaltig gelebte Strategie. Dabei legen die führenden Hersteller besonderen Wert darauf, die Komplexität der Geräte zu reduzieren, indem alle Komponenten in einer geschlossenen Einheit vorkonfiguriert, aufeinander abgestimmt, installiert werden. Das primäre Ziel besteht darin, den Arbeits- und Wartungsaufwand weitestgehend zu minimieren, da sich die bereichsübergreifende Arbeit der IT-Abteilungen zeit- und kostenintensiv auf die Betriebe auswirkt. Ein weiterer Vorteil der Converged Infrastructure-Strategie ist, dass das integrierte System bereits im Vorfeld getestet und vom Hersteller zertifiziert ist, wodurch Kompatibilitätsprobleme entfallen.

Vereinfacht gesagt laufen nun zahlreiche Prozesse automatisiert ab, wodurch sich der Administrator des Rechenzentrums Zeit spart und sich die operativen Kosten um bis zu 70 Prozent senken lassen. Neben der Ressourcen-Frage spricht jedoch vor allem ein entscheidendes Argument für CI-Lösungen: vor dem Hintergrund schwankender Innovationszyklen ebnen sie den Weg für neue Technologien, die sich flexibel und reibungslos einbinden lassen.

Konvergente IT-Infrastrukturen als flexible Lösung

Converged Infrastructure entwickelt sich langsam, aber stetig zu einem unerlässlichen, strategischen Ansatz für IT-Abteilungen. Auch hier gibt es kein universelles Patentrezept, das die Probleme aller Unternehmen löst. So hat sich beispielsweise Dell darauf spezialisiert, seine Lösungen speziell für unterschiedliche Anforderungen von Unternehmen zu adaptieren. Hierbei ist vor allem ein offener und standard-basierter Ansatz entscheidend – modulare Systeme sowie eine hohe Skalierbarkeit eingeschlossen. Bei Bedarf steht einer Erweiterung in Richtung Cloud Computing oder Mobile Computing somit nichts mehr im Wege.

Sicher ist, dass Converged Infrastructure in naher und ferner Zukunft weiterhin ein zentrales Thema in der IT-Welt bleiben wird. Vor allem die vereinfachte und zentralisierte IT-Infrastrukturverwaltung, kombiniert mit umfassenden finanziellen Vorteilen und einer verbesserten Unternehmensflexibilität, macht diese Technologien für Unternehmen überaus erwägenswert.