CES 2013: Ein Blick in die Zukunft

Am 8. Jänner eröffnete Paul Jacobs (CEO des Chip-Produzenten Qualcomm) die CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas mit einer spannenden Keynote, in der er über die Generation „born mobile“ philosophierte und neue Prozessoren für mobile Geräte mit so hohen Rechneleistungen vorstellte, sodass z.B. 3D Rendering direkt auf einem Tablet möglich ist.

Ein Schwerpunkt der Messe waren eindeutig mobile Geräte. Bereits in der Eröffnungs-Keynote präsentierte Steve Ballmer personalisiertes Windows 8 auf Smartphones und Tablets. Neuerungen auf dem Smartphone Sektor sind unter anderem Ubuntu als Betriebssystem und diverse FullHD Geräte von Huwai, Sony oder Lenovo. Auch Armbanduhren zählen bald als mobile Informationsträger. SpA hat die „I’m Watch“ vorgestellt, die sich mittels Bluetooth mit dem Handy verbindet und so eine Datenübertragung ermöglicht. Auf der Uhr läuft ein abgespecktes Android, spezielle Apps z.B. für Facebook, Twitter oder Instagram können aus dem I’m Watch Appsore heruntergeladen werden.

Ein ähnlicher Ansatz wurde bei der Pebble Smartwatch verfolgt, die eine ePaper Uhr darstellt, die ebenfalls über Bluetooth mit einem Smartphone verbunden werden kann. Auf dem Display kann sich der Besitzer zum Beispiel E-Mails, SMS, RSS oder Tweets anzeigen lassen und sie auch beim Training als Trackingdevice verwenden.  Ein Video zu diversen vorgestellten Uhren

Weitere Hersteller haben ePaper Geräte vorgestellt, die biegbar sind. Das Unternehmen Central Standard Timing hat eine Uhr, die nur aus einem ePaper Display besteht, produziert, während andere flexible eReader herstellten, die so dünn wie beschichtetes Papier sind und gebogen werden können.

Auf dem Gebiet der Unterhaltungselektronik präsentierten Hersteller wie Samsung, LG oder Sony riesige Flachbildfernseher mit bis zu 110 Zoll (=280cm) Diagonale, die mithilfe von Ultra-HD (4k) superscharfe Bilder produzieren. Aufgrund der fehlenden Ultra-HD-Inhalte wird diese Technologie in den nächsten Jahren eher eine untergeordnete Rolle spielen, etwa so, wie es dem im Vorjahr vorgestellte 3D-Fernsehen erging, das sich bis heute noch nicht durchgesetzt hat.
Mit 3250 Ausstellern, 20 Tausend neuen Produkten und 150 Tausend besuchern war die CES 2013 laut Gary Shapiro, CEO der Consumer Electronics Association, die größte bisherige Show seit Beginn vor 45 Jahren.