Alte Zöpfe abschneiden: Die neue ERP-Generation

Unternehmen sind dann erfolgreich, wenn sie es schaffen, sich auf Neues rasch einzustellen – insbesondere, wenn es um die Nutzung neuer Technologien und Kommunikationskanäle geht. Aber die Frage ist, wie Unternehmen hier aufspringen können – sind sie doch an IT-Systeme gebunden, die lange vor dem mobilen und „sozialen” Zeitalter entwickelt und implementiert wurden.

Alte Zöpfe behutsam abschneiden

Ganz klar: Einen risikoreichen Big-Bang-Umstieg auf ein völlig neues Software-Konzept werden die wenigsten wagen. Für einen schrittweisen Umstieg kann man sich an dem Technologie-Konzept orientieren, auf dem das Internet aufsetzt: Wir erwarten, dass im Netz alle Applikationen miteinander kommunizieren – jederzeit und an jedem Ort. Wenn jetzt eine einzelne Website nicht erreichbar ist, hat das Auswirkungen auf das gesamte World Wide Web? Natürlich nicht. Die Basis des Internets ist eine lose gekoppelte Architektur, die auf standardbasierten Applikationen wie XML aufsetzt. Überträgt man dieses Architekturprinzip auf das Design von Unternehmenssoftware, so können Unternehmen Teilbereiche nach Bedarf modernisieren, ohne dass das Upgrade einer Operation am offenen Herzen gleichkommt und die notwendigen Verbindungen zu anderen Anwendungen kappt. Eine lose gekoppelte Architektur bietet zudem enorme Flexibilität, wenn es um die Einführung von Cloud-basierten Lösungen geht.

Modernes ERP bedeutet „soziales ERP”

Eine der wichtigsten Entwicklung von ERP-Lösungen folgt derzeit bekannten Consumer-Apps: Der Zugriff auf Facebook und Co. vom Smartphone oder Tablet zu jeder Zeit und an jedem Ort ist gerade für Wissensarbeiter normal. Genau derselbe Anspruch wird jetzt auch an die Unternehmenssoftware am Arbeitsplatz gestellt. Das Zusammenspiel von sozialen Netzwerken, Werkzeugen und Anwendungen, das durch eine moderne Oberfläche gefördert werden kann, verändert das individuelle Arbeitsverhalten und setzt einzelne Arbeitsschritte in einen größeren Kontext. Beispielsweise mit einem News Feed, den Mitarbeiter abonnieren und der E-Mails mit breit angelegten Verteilern ablöst. Ähnlich wie auf Twitter einzelnen Posts, folgt man innerhalb eines sozialen Business-Netzwerks Objekten, die für die eigene Arbeit relevant sind – wie etwa Aufträgen, Bestellungen oder Kunden. Sobald sich der Status eines Objekts ändert, erhält ein Follower per News Feed eine entsprechende Nachricht. Er kann diese Informationen dann sofort mit anderen teilen, die in der nachgelagerten Supply Chain davon betroffen sein können. Wichtig: Dabei handelt es sich nicht um einen einfachen Chat-Stream außerhalb der eigentlichen Business-Anwendung. Social Business muss in die Anwendung eingebettet werden, so dass die Objekte innerhalb des News Feed im direkten Bezug zur Anwendung stehen. Durch die Integration von mobilen Funktionen lässt sich die Kollaboration auch außerhalb des klassischen Arbeitsplatzes fortsetzen.

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