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IKT_20110805_IKT0001 / 05.08.2011 10:00:01

FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie

e-Medikation / FEEI: Boykottaufrufe schaden ebenso wie Verfahrensmängel

Utl.: Fachverband fordert professionelle Umsetzung der e-Medikation =


   Wien (OTS) - Auf komplettes Unverständnis stoßen die derzeitigen
Ereignisse im Zusammenhang mit dem Pilotprojekt e-Medikation beim
FEEI-Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie. Für die
Standesvertretung, die sich in den vergangenen Jahren stark für den
Aufbau einer e-Medikationsdatenbank als erste sektorenübergreifende
e-Health-Anwendung eingesetzt hat, könnten die derzeitigen
Boykottaufrufe der Ärzteschaft nicht nur das Ende der e-Medikation,
sondern überhaupt das Ende von ELGA auf unbestimmte Zeit bedeuten.
Dabei waren sich bis vor wenigen Wochen alle von der Apothekerkammer
über den Patientenanwalt bis hin zur Ärztekammer einig, dass
"Österreich rasch die e-Medikation benötigt". Davon sollte jetzt von
der Ärztekammer, die damit ziemlich alleine da steht, nicht
abgerückt, sondern an einer gemeinsamen Lösung aktiv mitgewirkt
werden.


   "Man könnte fast meinen, dass die Mängel im Vergabeverfahren für
die Ärztevertreter ein willkommener Anlass sind, die e-Medikation und
damit womöglich auch ELGA über die Klinge springen zu lassen",
befürchtet Manfred Müllner, Geschäftsführer-Stv. und Leiter des
Kernbereichs Gesundheit im FEEI. "Natürlich ist es nicht in Ordnung,
wenn es  bei der Vergabe verfahrensrechtliche Mängel gibt, aber die
eigenen Mitglieder zum Boykott eines Pilotversuchs aufzurufen, den
man im März dieses Jahres noch unterstützt hat, und damit das Projekt
zum Stillstand bringen zu wollen, schießt weit über das Ziel hinaus",
zeigt sich Müllner ohne Verständnis. Mit diesem vehementen Verhalten
verhindert die Ärztekammer eine erfolgreiche Pilotierung und handelt
damit eigentlich gegen ihre Verantwortung, die sie gegenüber den
Patienten hat. "Das Wohl der Patienten", das auch für die Ärztekammer
beim Thema e-Medikation im Zentrum stehen sollte, läuft Gefahr reiner
Interessenpolitik geopfert zu werden. Wir fürchten, dass hier die
ersten Vorwahlkämpfe für die Kammerwahlen im kommenden Jahr begonnen
haben und wir daher eine Stellvertreterdiskussion führen, der mit
rationalen Argumenten nicht zu begegnen ist. Damit muss Schluss
sein", fordert der Gesundheitsexperte.


   Dass die e-Medikation eine überaus sinnvolle Anwendung ist, hat
bereits der von der Apothekerschaft in Salzburg im Jahr 2007
erfolgreich initiierte Pilotversuch gezeigt, an dem sich mehr als 70
Apotheken beteiligen. Eine Hochrechnung hat darüber hinaus ergeben,
dass dank dieser e-Health-Anwendung die Rettung von mehr als 1.000
Menschenleben pro Jahr möglich ist, indem z.B. Wechselwirkungen und
Mehrfachverordnungen vermieden werden. Dass es auch möglich ist,
bereits seit Jahren getätigte Infrastrukturinvestitionen nicht mit
Standesideologien zu gefährden, wird ebenfalls in Salzburg gezeigt.
Seit 2007 wird der Modellversuch sehr erfolgreich von der
Apothekerschaft weitergeführt.


   Abschließend fordert Müllner die Ärztevertreter daher auf, ihre
Boykottaufrufe zu beenden, Verantwortung zu übernehmen  und sich
wieder konstruktiv an der Diskussion zu beteiligen, um den Prozess
professionell zu organisieren und gemeinsam fortführen zu können. Den
Mitgliedern und den Patienten soll es überlassen werden, ob sie am
Pilotversuch teilnehmen wollen oder nicht. Die Vorteile liegen klar
auf der Hand. Die Ärztevertreter sind aufgerufen, sich rasch von
politischem Taktieren zu verabschieden und mit allen
Projektbeteiligten eine solide Lösung mitzutragen, wenn es um die
Zukunft des österreichischen Gesundheitswesens und damit auch um das
Wohl der Patienten geht", so Müllner abschließend.


Über den FEEI


   Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in
Österreich die Interessen von rund Unternehmen mit knapp 60.000
Beschäftigten und einem Produktionswert von 11,5 Milliarden Euro
(Stand 2010). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern - dazu gehören u.
a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum Mobilkommunikation
(FMK), das UFH, das Umweltforum Starterbatterien (UFS), der Verband
Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der
Bahnindustrie (bahnindustrie.at) - ist es das oberstes Ziel des FEEI,
die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im
weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken. Weitere
Informationen und Pressemeldungen sowie Bildmaterial finden Sie unter
http://www.feei.at/presse/.


Rückfragehinweis:
   FEEI Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie
   Dr. Manfred Müllner
   T: 01 588 39 20
   E: muellner@feei.at


Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/11458


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IKT0001    2011-08-05/10:00


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