[ PRODUKTE & PREISE ]     [ OTS AUSSENDEN ]
[ FEEDS ]    
 

Keine Überwachung, sondern Blockade laut Gesetz

Quelle:EPA





Ähnliche Dokumente



weiterführende Links

ITM_20120131_ITM2951071756707622 / 31.01.2012 14:08:32

APA Meldung

Twitter weist Zensurvorwurf zurück =

   San Francisco/Berlin (APA/dpa) - Nach lauter Kritik an einem
neuen Filtersystem hat der Online-Dienst Twitter den Vorwurf der
Zensur zurückgewiesen. Das Unternehmen werde die Kurzmeldungen der
Nutzer nicht überwachen, sondern einzelne Tweets nur blockieren,
wenn es dazu in einem Land gesetzlich verpflichtet werde, sagte
Firmenchef Dick Costolo am Montag bei einer Konferenz in
Kalifornien.


   Die Nutzer im Rest der Welt könnten die Meldungen weiter lesen.
Man wolle die Inhalte "für so viele Leute wie möglich" online
verfügbar halten, betonte er bei der Veranstaltung "Dive into
Media". Das Unternehmen hatte in der vergangenen Woche einen Filter
eingerichtet, mit dem es Kurzmeldungen gezielt in bestimmten Ländern
blockieren kann. Damit wolle man den jeweiligen gesetzlichen Regeln
besser entsprechen, hieß es in der Begründung. Als Beispiel führte
Twitter auch Deutschland an, wo im Unterschied zu vielen anderen
Ländern bestimmte "Pro-Nazi"-Inhalte wie die Holocaust-Leugnung
verboten seien. Vor der Einführung des Filters war es lediglich
möglich, Tweets für alle Nutzer weltweit zu entfernen. Viele Nutzer
warfen den Unternehmen jedoch vor, der Zensur Vorschub zu leisten.


   Die Einführung des Filters sei nicht als Vorbereitung eines
Markteintritts in China gedacht, sagte Costolo. Unter den
derzeitigen Umständen könne Twitter seinen Dienst dort noch nicht
anbieten.


   (Schluss) ad


ITM003    2012-01-31/14:08


311408 Jän 12